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Wo finden Kameltouren in Algerien statt? Kameltouren, Kameltrekkings, die sogenannte Méharée, finden in Südalgerien bei den Tuareg in den Gebieten von Djanet und Tamanrasset statt: Durch und um den Hoggar, auf dem Tassili N'Ajjer und südlich des Tassili N'Ajjer.
Wie unterscheiden sich die Regionen bei Djanet und bei Tamanrasset? Der Hoggar ist vulkanischen Ursprungs und recht steinig. Es gibt aber auch dort wunderschöne sandige Täler und Passagen mit vielen Akazien. Im Hoggar trifft man noch auf in Zelten lebende Nomaden. Bei Djanet gibt es viele Dünen, Felsformationen, Täler mit Wasserstellen und auf dem Tassili N'Ajjer wilde Felsgebiete, zerfurchte Täler, tiefe Canyons. Berühmt ist die ganze Region wegen der unzähligen Felsbilder, Malereien und Gravuren. Nicht vergessen darf man die Tadrart, gelegen an der libyschen Grenze, berühmt wegen phantastischer Kompositionen aus Fels und Sand.
Wann ist die beste Reisezeit? Bei Djanet ist die ideale Reisezeit von Oktober bis April. In diesen Monaten sind die Temperaturen tagsüber angenehm und nicht extrem heiss. Der Hoggar ist auch im Sommer zu bereisen, da man dort recht hoch ist.
Braucht man ein Visum für Algerien? Ja, Sie brauchen ein Visum für Algerien. Sie bekommen von uns ein Schreiben, mit welchem Sie in Alger am Flughafen bei Ihrer Ankunft Ihr Visum in den Pass erhalten.
Wie wird bei einem Kameltrekking in Algerien übernachtet? In der Regel wird unter freiem Himmel übernachtet. Der Sternehimmel ist phantastisch und man sollte sich unbedingt die funkelnden Sterne jede Nacht ansehen. Wenn Sie ein Zelt wünschen, stellen wir gerne eines zur Verfügung.
Wie sicher ist das Reisen in der algerischen Wüste? Alle Gebiete werden in Algerien gut überwacht. Kameltouren dürfen nur in von den lokalen Behörden freigegebenen Gebieten stattfinden. Wir müssen für jede Reise eine Bewilligung einholen. Sie werden mit uns sicher unterwegs sein. Unsere Guides kennen die Gebiete ausgezeichnet, sie sind dort geboren und aufgewachsen. Sie müssen auch ein Prüfung ablegen, um als Guide arbeiten zu dürfen.
Eignet sich für Wüsteneinsteiger ein Kameltrekking in Algerien? Eher nein. Viele Leute, welche die Sahara nicht kennen, haben Bedenken wegen der Sicherheit in Algerien. Daher empfehle ich als Anfängertour eher ein Trekking in Marokko oder Tunesien. In Marokko oder Tunesien ist man auch näher bei der Zivilisation und das vermittelt ein Gefühl der Sicherheit. Wenn man mal in Marokko oder Tunesien war und Vertrauen gefasst hat, ist ein Kameltrekking in Algerien super.
Wie fit muss man für ein Kameltrekking in Algerien sein? Sie sollten 4 bis 6 Stunden im Tag wandern oder reiten können.
Wie funktioniert die Wasser- und Lebensmittelversorgung? Bei den meisten Touren gibt es stilles Mineralwasser aus PET-Flasschen. Lebensmittel und Wasser werden in grosser Menge mitgeführt, entweder auf einen Jeep oder auf Packkamelen. Wasser zum Waschen wird aus Brunnen oder Wasserstellen geschöpft.
Welche Kleidung brauche ich für eine Kameltrekking? Lange weite Hosen, ein langärmeliges Oberteil und alles am besten aus Baumwolle. Für den Kopf eignet sich am besten ein Schesch (Turbantuch). Kleider kann man gut vor Ort in Djanet oder Tamanrasset kaufen. Zum Laufen eignen sich im Sand am besten Trekkingsandalen und in steinigem Gelände leichte Wanderschuhe. Sie erhalten von uns eine ausführliche Packliste.
Welche persönliche Ausrüstung ist am wichtigsten? Sie brauchen einen Schlafsack, warm oder weniger warm je nach Jahreszeit. Weite, luftige Kleidung, Sandalen, Wanderschuhe, Turbantuch, etwas Toilettensachen, ev. eine kleine Reiseapotheke. Sie erhalten eine ausführliche Packliste von uns.
Wie verhalte ich mich gegenüber der lokalen Kultur? Die Tuareg sind ein stolzes und gastfreundliches Volk. Sie legen Wert auf Anstand und Höflichkeit. Als Reisende sollten Sie Ihre Kleidung anpassen: Lange Hose, langärmelige Oberteile, keine grossen Ausschnitte. Man sollte sich eher zurückhaltend benehmen und keine persönlichen Fragen stellen.