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Bilder Libyen: Kameltrekking Akakus


Fotos Sabine Chavannes – 03.2002

Programm Kameltrekking Akakus

Der Schesch
Der Schesch ist ein langes Turbantuch, das in der Sahara von Nomaden getragen wird. Das Tuch ist meist aus feiner Baumwolle, dreissig und mehr cm breit und drei oder mehr Meter lang. Der Schesch wird um den Kopf geschlungen. Je nach Gegend variiert die Art, wie die Männer den Schesch binden. Bei den Berbern wird oft das Gesicht freigelassen. Bei den Tuareg bedeckt der Schesch das Gesicht bis auf die Augen. Je nach Tribus (Stamm, Familie, Clan) wird der Schesch etwas anders gebunden. Und jeder Tuareg oder Berber hat auch seine eigene persönliche Fasson, den Schesch zu tragen.
Wer in die Wüste geht, trägt einen Schesch. Ein ungeschriebenes Gesetz! Er schützt vor Sonne, vor Wind, vor Sand, vor Kälte, man kann sich damit auch mal die Hände abtrocknen oder sich bei der Siesta zudecken.
Früher war der Schesch indigofarben. Heute findet man ihn in allen Farbvariationen.
Bei den Tuareg heisst der Schesch auch Tagelmoust (Tamahaq). Bei Tuareg-Festen werden bis zu 20 Meter lange Scheschs kunstvoll um den Kopf gebunden.
In der Kultur der Tuareg ist der Schesch ein Identitätsmerkmal. Er gehört zu jedem Targi! Das Gesicht, v.a. Mund und Nase, zu bedecken, gilt bei den Imuhar ( so nennen sich die Tuareg) als Zeichen von Anstand, Respekt und Würde. Ihr Schamgefühl würde es nicht zulassen, ohne Schesch unter Menschen zu gehen.

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Sabine Chavannes

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